Ich habe das Gefühl, dass sich mein Blog immer weiter von Mode entfernt und sich zurzeit sehr Richtung Travel und Food entwickelt. Ihr wisst ja, es gibt nur Content auf den ich gerade Lust habe, das heißt die Mode muss sich etwas gedulden.

Die letzten drei Wochen durfte ich im wunderschönen Japan verbringen. Ich befürchte, dass ich manchmal so viel über Korea rede, dass Japan nicht genug Aufmerksamkeit bekommt. Ich kann euch aber versichern, Japan ist nach wie vor meine Nummer 1, hierfür gibt es aber persönlichere Gründe 😉.

Natürlich habe ich während meiner Zeit im Land der aufgehenden Sonne viele Freunde gesehen, neue Orte entdeckt und mehr geshoppt als nötig, aber vor allem habe ich gegessen. Das mag jetzt natürlich erstmal keine Überraschung sein, aber wie immer ist es in Asien nicht unbedingt einfach vegetarisch oder vegan (was noch etwas mehr herausfordernd ist) zu speisen. Erstmal teile ich mit euch die allgemeine Situation und meine Erfahrung in Japan auf Fleisch zu verzichten. Danach gibt es Tipps, Tricks und natürlich wahnsinnig leckere Locations, die fleischfrei keine Wünsche offen lassen.

Während der Verzicht auf Fleisch in Korea oft eher Unverständnis oder gar Mitleid auslöst, ist man in Japan maximal ein wenig verwundert. Meistens galt diese Verwunderung gar nicht meiner Nachfrage nach einem Gericht ohne Fleisch, sondern meist waren Mitarbeiter nur nicht sicher, ob sie mich richtig verstanden hatten (es scheint als würden nicht viele Leute BigMacs ohne Fleisch bestellen 😳). Ansonsten reagieren die meisten Japaner mit der allgegenwärtigen ‚Hm nichts für mich, aber solange es mich nicht beeinflusst douzo – Bitteschön (どうぞ)‘ Einstellung. Ich kann mich wirklich an kein Restaurant erinnern, das meine ‚besonderen‘ Wünsche nicht arrangieren wollte oder konnte.

Blicken wir der Wahrheit ins Auge, schwierig wird es bei veganen Wünschen. Wenn man nicht gerade in einem extra als solches deklarierten veganen Restaurant isst (in Tokyo ist die Auswahl groß, in Osaka mäßig) hat man nicht wirklich Chancen. Es gibt nirgendwo ein veganes Menü, gekennzeichnete vegane Optionen oder Inhaltsstoffe zu finden. Falls die Inhaltsstoffe doch angegeben sind, ist es selbst mit mittelmäßigem Japanisch schwierig diese zu entschlüsseln. Da kann nur ein Native Speaker oder der Umzug in ein veganes Restaurant helfen.

Regel Nummer eins ist und bleibt, esst ausschließlich das woran ihr glaubt und ja; auch veganes Gurken Maki ist Sushi und keine Sushi Blasphemie. Jeder der eine andere Meinung hat, den erinnere ich gerne daran, dass dies meine Welt ist und ihr nur in ihr lebt – Danke der Nachfrage 🌷.

Falls ihr euch in Osaka wiederfindet und vegetarisch oder vegan lebt, oder – ganz verrückt – es einfach mal probieren wollt, hier sind drei Locations die ihr nicht verpassen dürft.

WaaGwaan

Diese winzige vegane Location ist zusätzlich eine LGBTQ+ freundliche Bar und begeistert mit jamaikanischem Ambiente und einer freundlichen Barbesitzerin, die sich auch super gerne mit Gästen unterhalt. Der ganze Laden wird außerdem von Frauen geschmissen, so wie es sich gehört 🙌🏼

Megumi

Absolute top Adresse in Osaka! Da komplette Menü ist natürlich vegan und zusätzlich frei von Gluten. Es bleiben keine Wünsche offen, von Gyoza, Ramen, Reisnudeln bis Süßigkeiten ist wirklich für jeden etwas zu finden. Es wird kein Englisch gesprochen, aber keine Sorge. Einfach am Eingang mit Fingern zeigen wie viele Leute ihr seid und auf der Karte (die es auf Englisch gibt) zeigen was ihr Essen wollt – done!

Shokudo Paprika Vegan

Meine anderen Empfehlungen sind zwar auch super, aber Shokudo ist mein Favorit. Qualitativ hochwertiges Essen, wunderschönes (hipster) Interieur, nette Bedienung, leckerer (und natürlich veganer) Wein –  ein Gesamtpaket.

Ihr könnt alle Locations über eine Google Suche mit dem Namen des Restaurants finden 😉

Mein größter Rat ist, wenn ihr nicht sicher seid was ihr esst, dann lasst es lieber bleiben. Asiatische Länder sind generell ein wenig experimentierfreudiger wenn es um Essen geht. Das muss nicht unbedingt negativ sein, macht es aber ein wenig riskanter für Personen mit ‚überlegenen‘ 😉 Ernährungsweisen.

Ein Tipp, den ich wärmstens empfehlen kann, ist eine Preference/Allergy Card in der Sprache eures Reiseziels mitzubringen. Das gilt nicht nur für Japan, sondern für jedes Land, dessen Sprache ihr nicht beherrscht. Lasst euch von jemandem der die Sprache sehr gut spricht oder von einem Muttersprachler eure Präferenzen übersetzten und aufschreiben. So könnt ihr diese Karte einfach vorzeigen und euch Empfehlungen geben lassen, oder ggf. das Restaurant verlassen 😅.

So viel meinerseits, ich hoffe ich konnte euch Tipps geben, oder den ein oder anderen inspirieren mal einen fleischfreien Abend zu probieren.
Ich verspreche euch, lecker wird es!

(Side Note: Ich hatte immer eine kritische, normalerweise Fleisch essende Begleitung und auch hier das gleiche Fazit: Vegan ist lecker.)

 

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